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Tipps für Sparfüchse - Papier recyceln

Wer experimentiert, der hat auch viel Material, das ihm durch die Finger läuft. Einige Papiere kann man hervorragend einfach mehrfach verwenden. Ich sammle gerne alle Bilder, Skizzen, Spielereien und Probierereien, die ich nicht mehr brauche. Die Papiere, die Feuchtigkeit vertragen, recycle ich recht stur und verwende sie wieder. Pastelmat und Uart bieten sich dafür z.B. gut an. 


Man kann die Papiere einfach unter den Wasserhahn halten. Ich achte darauf, dass die Kanten und die Rückseite nicht allzu viel Wasser abbekommen und aufquellen, sondern möglichst nur die Oberfläche. Das reicht meistens noch nicht aus, um die Pastelle wirklich vom Papier zu wischen. Deshalb benutze ich einen Borstenpinsel und schrubbe recht rigoros die Oberfläche unter fließendem Wasser, bis sich kein oder kaum noch Pigment ablöst.


Danach tupfe ich die Papiere vorsichtig etwas trocken. Dann kommen sie auf die Heizung. Wenn sie etwas angetrocknet sind, lege ich meist noch mit einem Lappen oder Stück Druckerpapier als Schutz dazwischen ein dickes Buch darauf. Dann trocknen die Papiere flach und wellen sich nicht. Es geht nie das gesamte Pigment ab. Ein Schatten der Farben, die man ursprünglich benutzt hat, bleibt immer. Aber für mich reicht das locker aus, um sie danach für das nächste Bild und für Skizzen wieder zu benutzen. Die Reste sehe ich eher als Untermalung, das stört nicht weiter. Und da ich einen hohen Durchsatz habe, spart mir das wirklich Geld. 

Aber Achtung, nicht alle Pastellpapiere sind wasserfest! Beim normalen Papier von Sennelier - der Pastel Card - ist die gekörnte Schicht wasserlöslich. Die Bilder zeigen, was passiert, wenn Senni-Papier vom Wasser geküsst wird... Die Körnung löst sich in Wohlgefallen auf, und ein blankes Stück Pappe bleibt übrig. Die relativ neue Mixed Media-Pastel Card von Senni schafft da Abhilfe und löst sich nicht ab. Das normale Senni-Papier kann man aber auch zu einem gewissen Teil mit einem trockenen Borstenpinsel oder mit einem Schwammpinsel vom Pigment befreien. Aber Achtung: Es staubt dabei ziemlich! Eine Maske zu tragen lohnt sich.