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Pastelle selbst machen

Man hat immer diese kleinen Reststücke von Pastellen übrig und fagt sich, was man damit noch anstellen kann. Oder gesammelten Pastellstaub (Artikel Staubfänger), oder aber zerbröselte Stückchen, wie sie beim Malen entstehen. 

 

Diese Reste kann man weiterverarbeiten und sich selbst eigene Pastelle daraus herstellen. Fast jeder Pastellmaler hat das sicherlich schonmal gesehen oder gehört, es gibt online diverse Infos und Beiträge dazu. Solange man Material von ehemaligen Pastellen verwendet, ist die Sache recht simpel. Es braucht die Pastellreste, destilliertes Wasser, einen Mörser und ggf. eine Form, sofern man geformte Sticks machen möchte. Und natürich Muße, etwas Geduld und Liebe...

Das Vorgehen an sich ist prinzipiell relativ simpel: Man sollte alle Reste gut mörsern, bis ein wirklich feines Mehl ohne restliche Krümel entstanden ist (das wäre die erste Geduldsprobe). Danach muss man sich etwas herantasten, wie viel Wasser auf welche Menge Pastellmehl gut geeignet ist, damit die Formen sich gut gestalten lassen, aber die Pastelle nicht bröseln oder nicht richtig trocknen. Dann heißt es wieder Geduld beim Trocknen, das kann eine ganze Weile dauern. Ich habe sowohl verschiedene Formen verwendet, als auch auch wie bei Knete die Sticks per Hand ausgeformt. Es gibt sicher weitere Möglichkeiten.



Die gewünschten Farben und auch Formen lassen nach Belieben variieren. Wer von einer Farbe über längere Zeit profitieren möchte, sollte ein einem Rutsch größere Mengen herstellen. Eine Farbe Jahre später nachzubauen, wird nur schwer möglich, weil man die Ausgangsmischungen aus den Resten kaum reproduzieren kann. 

Für mich geht es hier nicht darum, mir meine eigenen Farben zu gestalten. Ich bin einfach Freund davon Reste zu verwerten und wieder nutzen zu können, statt sie wegzuwerfen. Aber die Herstellung erfordert aber ein wenig Geduld und Muße. Kalte Wintertage mit Schmuddelwetter lassen sich also hervorragend dafür nutzen.