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Der Zauber der Pastelle

Pastelle ziehen viele Maler komplett in ihren Bann. Das Einzigartige an ihnen, was ich bisher in wirklich keinem anderen Medium so erlebt habe, ist ihre unfassbare Leuchtkraft. Man sieht einfach, dass man da letztendlich pure Pigmente auf das Papier setzt. Pastellbilder leben meiner Ansicht nach von ihrer "Luftigkeit", und man tut gut daran das Papier nicht komplett in dicken Lagen mit Farbe zu füllen. Pastelle entfalten für mich ihren Zauber am besten, wenn die Pastelle und Bilder "atmen" können. So kann man die Stärken der Pastellpigmente wirklich ausspielen. Dünne Schichten der Farben ergeben ein herrliches, lockeres Zusammenspiel miteinander, und auch mit ihrem Untergrund, wenn man ihn durchscheinen lässt.

Unten eine Studie aus dem Herbst zu verschiedenen Farben der Blätter, darunter Nahaufnahmen davon. Ein paar auf das Papier gesetzte Punkte aus Farbe reichen aus, um alles leuchten zu lassen.


Und hier einige Nahaufnahmen aus größeren Bildern. Man erkennt, wie wunderbar die Pastelle leuchten, wenn man die Bilder nicht "tot malt", sondern die Farben nur leicht auf das Papier und in dünnen Schichten übereinander legt, so dass sie optisch miteinander interagieren können. Die Farbe des Malgrundes arbeitet dabei ganz entscheidend an der Bildwirkung mit. Auch die körnigen Strukturen der Papiere tun ihr Übriges.