Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein großer Freund von möglichst leichtem Gepäck bin. Ich mag es nicht zu viel schleppen zu müssen, wenn ich unterwegs bin. Deshalb habe ich mir vor längerer Zeit einen Pastellkasten im Miniaturformat gebastelt. Er ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken und wirklich immer dabei. Das Schönste ist: Man braucht nicht viel dafür. Der Kasten ist so klein, dass er auch in die Jackentasche passt. Ganz nach meinem Geschmack!
Die Grundlage ist nichts weiter als eine ehemalige Brotdose. Im unteren Teil sind auf einem Stück Schaumstoff die Pastelle einsortiert. Im Deckel sind Papierreste und ein paar Handschuhe. Als Abdeckung dient auf beiden Seiten ein Stück Schaumstoff, unten auf einen Kartonrest geklebt. Mehr braucht es nicht zum Glücklichsein.
Fehlen einem dann nicht einige Farben? Ja. Und es macht überhaupt nichts. Ich lerne zu improvisieren, und den Bildern tut es keinen Abbruch. Die exakte Farbe zu treffen, die man in dem Motiv vor sich vielleicht gerade sieht, ist in der Regel deutlich weniger wichtig, als man denkt, um ein Motiv überzeugend darzustellen. Bisher hatte ich damit trotz unterschiedlichster Motive nie ernsthaft zu kämpfen. Und sollte wirklich mal etwas fehlen, kann ich später zuhause immernoch nacharbeiten. Fehlt eine Farbe immer wieder, ergänze ich sie einfach.