Die vielen Schritte zum fertigen Bild


Die wenigsten Bilder malen sich einfach so und mal eben schnell aus dem Ärmel geschüttelt (lustiger weise denken das immer viele Leute). Jeder, der Bilder malt und sich dabei auch Gedanken um das Ergebnis macht, der weiß, wie viel Hirnschmalz, Gedankengut, Zeit, Frust und Freude in einem einzigen Werk stecken können. Und jeder hat seine eigene Art und Weise, auf die er am besten arbeiten kann um zu seinem fertigen Bild zu kommen.

 

Für mich habe ich mittlerweile einen Pfad festgetreten, der sich immer wieder und immer öfter als gut bewährt. Hier ist mein Vorgehen anhand einiger der letzten Bilder beschrieben.

Meine Arbeitsschritte

Die Reihenfolge, in der ich vorgehe:

 

1. Skizzen für Tonwerte, Formen und Komposition

2. Farbskizzen mit Pastellen

3. Übertragen auf das eigentliche Bild

 

 

Versaute Skizzen haben einen Lerneffekt, versaute Bilder eher den Schlechte-Laune-Effekt. Also schiebe ich das Probieren lieber nach vorn auf die Skizzen. Damit kann ich direkt so lange herumprobieren, bis mir das Ergebnis gefällt. Zuerst mache ich meist mehrere Skizzen für die Formen, Komposition und Tonwerte, also wirklich sehr grob und einfarbig. Was ich an den Skizzen sehe (zum Vergrößern auf die Skizzen klicken):



Als nächstes kommt eine Farbskizze, wirklich simpel gehalten. Welche Pastelle muss ich kombinieren, damit die Stimmung dargestellt wird, die ich vermitteln möchte? Wie oft habe ich schon vor Bildern gestanden und am Ende gedacht „Ja…war wohl nichts mit Morgensonne“, weil ich einfach die falschen Farben als Grundlage genommen und dadurch eben z.B. keine Morgenstimmung erzeugt  habe. Skizzen helfen:



Wenn ich mit den Skizzen fertig bin, ziehe ich kurz einmal Resumée. Was haben mir die Skizzen gezeigt, worauf sollte/will ich achten beim eigentlichen Bild?



Wenn dann alles passt, fange ich mit dem eigentlichen Bild an. Durch die Skizzen weiß ich, worauf ich achten muss in welchem Teil des Bildes. Auch der Anfang geht so viel leichter, wenn man die Skizzen vorneweg gemacht hat! Die Vorzeichnung sitzt besser, man hat Farben, mit denen man gleich loslegen kann ohne groß suchen zu müssen und weiß, auf welche Stellen man achten muss.



Ein langer und umfangreicher, aber wie ich finde lohnenswerter Weg zum fertigen Bild. Und dieses Vorgehen hat mich ziemlich schnell besser werden lassen. Ich habe so am besten gelernt das Wesentliche in einem Bild zu sehen und ein Gefühl für Formen, Linien und Farben bei bestimmten Stimmungen zu bekommen.