Jeder, der mit Pastellen malt, weiß meistens sehr genau, wo gerade der Staubsauger steht. Pastelle stauben und rieseln fröhlich vor sich hin. Wie alle Stäube dürften aber auch die von Pastellen nicht der allerbeste Freund unserer Lunge sein. In den USA gibt es seit Langem bereits staubsaugerähnliche Installationen, die man sich beim Malen unter die Staffelei montieren kann. Hier im Handel ist so etwas leider nicht zu finden.
Ich selbst versuche den Staub zumindest ein klein wenig einzudämmen, indem ich einen selbst gebauten Staubfänger unter meine Staffelei bzw. das Bild setze. Man sieht während des Malens, wie sich die Pastellkrümel dort sammeln.
Auch wenn mir die Pastelle beim Malen mal aus der Hand rutschen, zerspringen nicht gleich mehrere Euro am Boden in kleine Fitzelchen (die sich auch wunderbar in jeden Teppichboden einarbeiten und dort sehr gerne bleiben wollen), sondern werden bruchfreundlich abgefangen.
Ich benutze ganz simpel einen breiten Streifen Pappe. Man kann genauso gut Alufolie oder ähnliche Dinge nehmen. Einige Pastellmaler legen darauf auch noch ein feuchtes Küchenkrepp, das den Staub dann nochmal besser bindet. Nach dem Malen kann es einfach entsorgt werden.
Aber ich wäre nicht ich, wenn ich so etwas wegwerfen würde. Das Schöne an meiner Papp-Variante ist, dass ich nach dem Malen den Staub ganz einfach in ein kleines Döschen kippen kann. Letztendlich sammle ich dort nichts anderes als Pigment, das noch genutzt werden kann, und das ist gar nicht mal wenig. Ich sammle den Pastellstaub ganz grob farblich sortiert. Daraus kann man nach einer Weile neue Pastelle selbst herstellen, oder ich nutze ihn für Untermalungen - hier verkommt nichts...